Deutsche Immobilienkonzerne zeigen sich unsicher bei der Einschätzung von Covid-19 Auswirkungen

Eine aktuelle Auswertung (Stand: 15.05.2020) der Unternehmensnachrichten der 21 im Prime Standard enthaltenen Immobilienunternehmen zeigt deutliche Unterschiede in der Einschätzung zu den erwarteten Auswirkungen des Corona-Virus auf das Ergebnis des Jahres 2020.

Insbesondere Wohnungsunternehmen gehen bislang davon aus, dass sich keine Auswirkungen auf das Ergebnis des Jahres 2020 ergeben werden. Dementsprechend haben fünf Unternehmen ihre Prognose für das Jahr 2020 bestätigt.

Dahingegen hält nur ein einziges Unternehmen aus dem gewerblichen Immobilienbereich an seiner Prognose fest. Der Großteil dieser Unternehmen sieht sich scheinbar nicht in der Lage, eine Einschätzung zu geben. Immerhin vier Unternehmen des gewerblichen Bereichs haben keinerlei Informationen zu den erwarteten Auswirkungen von Corona veröffentlicht. Zwei weitere haben die Prognose ausgesetzt oder zurückgezogen.

Zu konkreten Anpassungen der Prognose sehen sich lediglich vier Unternehmen in der Lage. Neben drei Reduktionen des erwarteten FFO (Funds from Operations) gab es tatsächlich auch eine Prognoseerhöhung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in der Einschätzung deutscher Immobilienkonzerne zu den Auswirkungen von Covid-19 eine große Ambivalenz besteht. Während ein Großteil der Unternehmen scheinbar für eine Prognose zu unsicher sind, zeigen sich insbesondere Wohnungsunternehmen weniger betroffen von den Auswirkungen der Pandemie. Bei gewerblichen Immobilienunternehmen sind hingegen auf Grundlage der Meldungen stärkere Auswirkungen des „shut downs“ zu erwarten. Dies wird auch bei der Bewertung von Immobilienunternehmen im Rahmen von Share Deals angemessen zu beachten sein. 
 

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