Das am 7. Dezember 2017 verabschiedete Basel III-Reformpaket sollte bis zum 1. Januar 2022 von den Kreditinstituten umgesetzt sein. Aufgrund der Covid-19-Pandemie haben sich die internationalen Bankenaufseher am 27. März nun darauf geeinigt, diesen Termin um ein Jahr auf den 1. Januar 2023 zu verschieben. Damit will die Aufsicht den Banken genügend Zeit geben, die momentane Krise zu bewältigen und ihre Ressourcen darauf zu fokussieren, die Realwirtschaft weiterhin mit den üblichen Bankdienstleistungen zu versorgen. Dabei steht die Stabilität des Finanzsystems im Vordergrund. Des Weiteren hat die EZB von den Kreditinstituten gefordert, keine Dividenden oder Aktienrückkäufe während der Covid-19-Pandemie, mindestens jedoch bis zum 1. Oktober 2020, vorzunehmen.

Einhergehend mit der Verschiebung des Basel III-Rahmenwerks auf den 1. Januar 2023 ist die neue Übergangsfrist für den Output-Floor auf den 1. Januar 2028 beschlossen worden. Diese zusätzliche Zeit sollten die Banken unseres Erachtens nutzen, die Anforderungen aus dem Basel III-Reformpaket adäquat umzusetzen. Der verlängerte Zeitraum zur Umsetzung, von der Aufsicht ursprünglich recht ambitioniert geplant, gibt den Kreditinstituten nun die Chance, rechtzeitig die Implementierung von Basel III zu schaffen.

Falls Sie Fragen hierzu haben, können Sie uns gern ansprechen.

 

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